jesper „mujaf“ hagbarth zoza nach haftstrafe aus hells angels ausgeschlossen
Der bekannte Hells-Angels-Veteran Jesper „Mujaf“ Hagbarth Zoza ist nach seiner Verurteilung in einer größeren Drogenaffäre aus der Rockergruppierung ausgeschlossen worden. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass der langjährige Szene-Mann nach einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren keine Rolle mehr in der Organisation spielt.
Zoza, der in der dänischen Öffentlichkeit seit Jahren als prominentes Mitglied der Hells Angels bekannt ist, wurde in der vergangenen Woche wegen schwerer Betäubungsmitteldelikte verurteilt. Nach Angaben aus dem Umfeld des Falls ging es um den Versuch, eine größere Menge Haschisch sowie mehr als sieben Kilogramm Kokain zu verkaufen. Die Verurteilung erfolgte nach einem Geständnis, sodass das Gericht unmittelbar ein Urteil fällen konnte.
Die Konsequenzen reichten jedoch weit über das Strafmaß hinaus. Kurz nach dem Urteil wurde Zoza nach Angaben aus Rockerquellen und Medienberichten intern als nicht mehr tragbar eingestuft und aus der Gruppe ausgeschlossen. In der Szene wird ein solcher Schritt als besonders deutlicher Vertrauensverlust gewertet. Ein „Bad Standing“ oder „BS Out“ bedeutet, dass ein Mitglied seinen Status innerhalb der Organisation vollständig verliert.
Für die Hells Angels ist der Fall auch deshalb heikel, weil Zoza über Jahre als fest verankerte Figur galt. Sein Ausschluss fällt damit in eine Phase, in der das Milieu ohnehin unter verstärkter Beobachtung durch Polizei und Medien steht. Die Kombination aus harter Strafe, Geständnis und interner Ausgrenzung dürfte den Fall weiter belasten.
Ob Zoza gegen das Urteil Berufung einlegt, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Auch zu möglichen weiteren Ermittlungen oder möglichen Mitangeklagten gibt es derzeit keine neuen offiziellen Informationen.
Der Fall zeigt, wie eng im Rockermilieu Strafverfahren und interne Machtverhältnisse miteinander verknüpft sind. Mit der Verurteilung und dem Ausschluss verliert Jesper „Mujaf“ Zoza nicht nur seine Freiheit für Jahre, sondern offenbar auch seine Position in einer der bekanntesten Rockerorganisationen Europas.